DER ERSTE DEZEMBERSAMTAG

MEDITATION AM ERSTEN DEZEMBERSAMSTAG

Geburt Jesu Christi

Mutter, so bin ich! Ich bin an deinem Herzen – Jungfräuliche Mutter. Ich folge Dir auf dem Wege der Geheimnisse des Rosenkranzes, einstimmig nach Deinen Anzeigen. Heute gehe ich mit Dir und Deinem Verlobten Josef nach Bethlehem, um an dem seit Jahrhunderten vorhergesagten größten Wunder teilzunehmen: Geburt des Gottes auf der Erde. Evangelium von Lucas so beschreibt dieses Ereignis:“ Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.“ (L 2.1-19). Das ist großes Geheimnis des Glaubens; das sind Gottespläne, die Dir Mutter angekündigt wurden, jetzt werden sie zum Leib. Du warst an der Geburt des Heiligen Johanes beteiligt, als Du heilige Elizabeth besucht hattest. Du konntest unmittelbar an der Erfüllung der Gottes Versprechungen teilnehmen. In der Zeit der Verkündigung hast Du gehört, dass die die für unfruchtbar gehalten war, schon sechs Monate schwanger ist. Du bist damals 3 Monate bei Deiner Verwandten geblieben, also zur Zeit Geburt dessen, von dem Du von dem Engel gehört hast. Gott erfüllt sein Versprechen, Du konntest Dich davon wortgetreu und sogar augenfällig überzeugen. Hast Du aber diese Zeichen gebraucht Mutter? Deine Eile auf dem Wege zu Elizabeth und Freude der Worte Magnificat weisen darauf, dass deine Haltung für uns ein Zeichen ist. Jetzt können wir die Größe Deiner fiat bewundern, weil du keine Zeichen erwartest, sondern willst an gekündigten Ereignissen teilnehmen. Du bist im Ganzen für Gott geworden, Du willst im Ganzen dort sein, wo Er seine Pläne realisiert.

Jetzt aber, Jungfräuliche Mutter, kommt die Weile, in der sich Versprechen, das Dich betrifft, erfüllen soll. So soll der Mensch den Gott gebären, so wird Dein Kind Gottessohn genannt werden, so soll das Geschöpf seinen Schöpfer gebären. Diese Worte selbst verursachen, dass der menschliche Verstand verwirrt ist, dass sich alle Grundsätze der menschlichen Rationalität widersprechen. Es soll aber etwas kommen, was sich nach dem menschlichen Verstand nie ereignen darf. Du, Mutter hast dem Geheimnis gegenüber eine Frage gestellt und uns Zeichen gegeben, dass Du auch nicht alles verstehen konntest, Du wurdest auch dem unendlichen Geheimnis gegenüber gestellt. Die Antwort hast Du im Vertrauen zu Gott gefunden, in der Sicherheit, dass so Sein Willen ist; so kann Er alles tun. Mutter, was fühlst Du als Mutter, die unter ihrem Herzen das größte Geheimnis trägt? Was fühlst Du, wenn Du mit Josef nach Bethlehem gehen musst? Jede Frau, die so langen Weg kurz vor der Lösung vor sich hätte, würde sich bestimmt um viele Sachen große Sorgen machen, sie würde sich bestimmt bemühen viele Sachen, die sie brauchen könnte, vorsichtlich zu organisieren. Vielleicht würde die Mutter in solchem Moment ernsthaft überlegen, ob es überhaupt einen Sinn hat zu wandern, wenn es nicht notwendig ist? Und noch mehr, es ist nicht bekannt, wo und wann der gekündigte Messias zur Welt kommen soll. Das kann sich auf dem Wege oder in Bethlehem ereignen und das Reiseziel ist doch nicht mit dem Familienbesuch verbunden, so die Geburtszeit wird nicht in dem für Frau günstigen Ort sein. Geburt des Kindes ist ein besonderes Ereignis im Leben der Mutter, das ist Moment, auf den man monatelang mit der Freude wartet, das ist aber auch sehr wichtiger Moment, den man nicht geringschätzen darf. Du, aber Mutter gehst mit Josef los, als ob das normale Wirklichkeit wäre, als ob damit keine Anforderungen, Gefahren, Schwierigkeiten verbunden wären. Josef geht einfach nach Bethlehem los; der Evangelist selbst betont nicht, dass er Dich mitnimmt, dass es eure gemeinsame Entscheidung war, Josef will gemäß der Anordnung zusammen mit Dir, mit seiner vermählten Maria, die schwanger war, sich eintragen lassen. So geht Ihr nach Bethlehem los. Mutter, was fühlst Du, wenn Du weißt, dass der Geburtstag deines Kindes immer näher wird?. Ich denke, dass Du darüber klar bist, wann dieser Moment kommen kann. Du bist bewusst, wenn Du mit deinem Verlobten nicht gegangen wärest, wäre Jesu während der Abwesenheit Josefs geboren. Du gehst also bewusst los, und weißt, dass dieser Weg für Dich große Herausforderung ist. Du willst in diesem einzigen und besonderen Moment zusammen mit Josef sein, und Josef will mit Dir und Jesu sein. Wie schön ist es zusammen mit einer unserem Herzen nahen Person zu sein und sich an den göttlichen Sachen zu beteiligen und sie zu erleben. Nach Eurer Vermählung wurde Josef einer außergewöhnlichen Probe ausgesetzt. Er hat an der Verkündigung nicht teilgenommen und war nicht sicher, dass das was losgeht ein Gottesplan ist. Die Worte des Engels in seinem Traum bewirken, dass er keine Zweifel mehr hat. Am Anfang des Weges Deines Wählens konntet ihr nicht zusammen sein; jetzt scheint es, dass Ihr bewusst an allem, was passiert, teilnehmen wollt. Ihr seid nach der Vermählung, Ihr seid Gatten, die sich in solchen außergewöhnlich wichtigen Momenten zusammen zu sein bemühen. Mutter, darf ich fragen, wie viel es Deine Hinweisen in diesen Ereignissen für uns und wie viel für Josef gibt? Du wolltest mit Josef in der Zeit der Geburt Jesu sein, um ihn in seinem seelischen Kampf zu unterstützen, ist das auch Hinweis für jeden von uns? Ich danke Dir Mutter, weil alles, was ich hier erblicke, begreife ich als Ausdruck Deiner Liebe, auch zu mir. Wie oft empfindet man Verzweiflung, Zweifeln in den seelischen Kämpfen, und Du mit Deiner Haltung lehrst uns, dass man Gott anvertrauen und der Versuchung widerstehen soll. Wenn Du, obwohl Du Grund dazu hattest dich unsicher zu fühlen, nach Bethlehem losgehst, erinnerst Du uns, dass fiat bedeutet fiat. Mutter, wenn es in Bethlehem keine angemessenen Bedingungen für eine auf die Geburt des Kindes erwartende Frau geben würde? Wenn Du die Gleichgültigkeit oder bösartige Bemerkungen treffen wirst, dass es nicht antwortlich ist, in diesem Stand sich auf so langen Weg zu machen? Und wenn Du keine unentbehrliche Hilfe bekommst? Wie wirst Du dich unter den fremden Menschen abfinden? Mutter, ich kann mich nicht von solchen Gedanken, menschlichen Erwägungen befreien. Wie hast Du, Mutter das alles geschafft? Doch dadurch dass Du für Mutter Gottes Sohnes gewählt wurdest, hat Dir Gott auch menschliche Natur und Gefühle gelassen. Also Vertrauen zu Gott, Verlassen auf Seine Hilfe und Unterstützung mussten sich mit vielen Zweifeln, Vorstellungen mischen und mit Angst, die jede Frau empfindet, wenn für sie so besondere Zeit kommt: Geburt des Kindes. Mutter, wie viel sowohl Opfer als auch Demut den Gottes Plänen gegenüber darin sein muss. Ich erinnere mich Mutter, an eine Szene aus dem Leben von dem Heiligen Philip Nerius, der von dem Papst gebeten wurde, die Sache gewisser Offenbarungen auf Prüfstein zu bringen. Er gelangte sich sofort diese Person zu besuchen, der die Gnade zuteilwurde, der Welt Gottes Botschaft zu übermitteln. Als er ganz nass vom Regen zum Ziel angekommen war, bat eben diese Person, damit sie sich mit seiner Kleidung und den schmutzigen Schuhen beschäftigt. Die aber hat mit Erstaunen und Unlust reagiert. Sie vom Gott gewählte Person, soll sich jetzt mit solchen Sachen beschäftigen? Der Heilige Philip ist damals also nicht bis morgen geblieben, sondern zum Papst zurückgekehrt und hat ihn informiert, dass es bestimmtem in diesen Fall keine Spuren Gottes Wirkung gibt. Fehlende Demut war für ihn zweifelloses Argument, das die eindeutige Beurteilung ermöglichte. Jungfräuliche Mutter, wie belehrend Deine Bescheidenheit und Demut sind. Du suchst keine Erhebung, keinen Ruhm, Du willst nicht damit man Dir dient, im Ganzen bist Du den Gottes Sachen treu ergeben.

Was geschieht aber in Deinem untadeligem Herzen, wenn Du in so bescheidenen und ärmlichen Bedingungen auf die Hände den kleinen Jesu nimmst ? Er unterscheidet ich nicht von den ähnlichen neugeborenen Kindern, und Du weißt, dass Du in menschlicher Gestalt Gott, Schöpfer, Herrn des Universums hältst. Was empfindest Du in dieser ungewöhnlichen Weile? So hat sich die Ankündigung auch in Deinem Leben erfüllt, Du bist zur Mutter des Gottessohnes geworden. Wenn der Mensch aber keine Zeichen hat und wenn er nur kleines, leise weinendes Kind sieht, kann der Mensch damals glauben und anerkennen: das ist mein Gott und Herr? Man möchte fragen, was für Ängste weckten sich in Deinem Herzen? Und was fühlt Du jetzt, als Jesu zur Welt gekommen ist? Das, was angekündigt wurde, ist keine Erwartung mehr, sondern etwas Bemerkbares mit allen Sinnen; wenn wir sehen, berühren, hören, haben wir vollständiges, menschliches Bild, vollständige Antwort auf alle früheren Fragen und Zweifeln. Was hat damals Dein untadeliges Herz erfahren? Wie erstaunlich, Mutter! Erstaunlich noch mehr, dass die Erzählung der Hirten viele neue Fragen weckt. Was ist wirklich los, was wird losgehen, als Gottessohn – Gott geboren ist. „ Und alle, die das gehört haben, wunderten sich“ - man möchte fragen, wer hat sich gewundert, wenn die Hirten gekommen sind und erzählten darüber, was ihnen der Engel erzählt hat? Haben Dich Mutter diese Worte auch gewundert? Die Engel verkünden der Welt die Geburt Deines Sohnes. Was passiert noch demnach, was erwartet Dich, worauf sollst Du dich noch in der nächsten Zeit vorbereiten? Es ist schwer an weitere Zukunft zu denken, wenn schon nach der Geburt sich unvorhersehbare Sachen ereignen und unerwartete Besuche und Geschichte zustande kommen. Du behältst aber und überlegst alles in Deinem Herzen. Mutter! Ist das nicht die Antwort und Hinweis für uns, dass Du nicht alles weißt und verstehst?

Ich danke Dir Mutter für diese sehr erhebende Lehre. Danke für Deine fiat, die ich heute nicht nur hören sondern auch sehen konnte. Ave Maria

 

      

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