Februar

MEDITATION

Priester Andrzej Gładysz – Pallottiner

 

- Wollt ihr euch dem Gott opfern, um alle Leiden zu erdulden, die Er euch als Genugtuung für Sünden, mit denen Er beleidigt wird und als Bitte um Sünderbekehrung schickt ?

- Ja, wir wollen !

- Ihr werdet also viel leiden müssen, Gottes Gnade wird eure Kraft sein !

  Fatima, den 13. Mai 1917

 

VERKÜNDUNG DES REICHES GOTTES UND AUFRUFEN ZUR BEKEHRUNG

In unseren Meditationen am ersten Samstag ist jetzt das Überlegen des Geheimnisses der Verkündung des Reiches Gottes von Jesu und seines Anrufens zur Bekehrung an der Reihe. Zu dieser Mission hat sich Dein Sohn 30 Jahre seines versteckten Lebens, das Er mit Dir und seinem Pflegevater verbrachte, vorbereitet.

Sein Lehren hat Er mit dem 40-tägigen Fasten auf der Wüste begonnen, mit dem Sieg über Versuchung des Teufels und mit der Taufe in Jordan. Und doch, Du weißt das am besten Maria, Sein verstecktes Leben in Nazareth war schon das Lehren. Schon im Häuschen in Nazareth gab Er Dir und uns allen herrlichen Unterricht, wie man im alltäglichen Leben den Weg zur Heiligkeit gehen soll. Er hat Dich gelehrt,  unter der Deckung des zarten kindlichen Körpers den allmächtigen Schöpfer des Universums  bemerken und  unter den Umständen der normalen grauen Alltäglichkeit den strahlenden Schein der Ewigkeit  erblicken.

War es nicht so, als Du zusammen mit Josef Jesu in Jerusalem gefunden hast ?

(Lucas 2, 41-50) „ Sohn, warum hast Du uns das getan?“ – hast Du mit Vorwurf gefragt, so wie jede irdische Mutter in ähnlicher Situation ihr Kind fragen würde. Und was hat Er Euch damals geantwortet? „Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist ?“. Ihr habt aber damals noch nicht verstanden, was Er gesagt hat. Ihr habt noch Zeit gebraucht. Es war noch dein Gebet und Überlegen nötig um das zu verstehen. Vielleicht hat Jesu selbst Dir das alles später im Gespräch unter vier Augen erklärt? Und vielleicht waren keine Worte und Erklärungen nötig? Vielleicht hat nur das genügt, dass Jesu mit Dir war und mit Seiner Anwesenheit Dich aufklärte? So wie Er Seine Geheimnisse den Heiligen offenbarte, die Seine Anwesenheit in dem Heiligsten Sakrament verehrten? Und vielleicht hat es uns auch getroffen, dass wir plötzlich in der Zeit der Verehrung das verstanden haben, was früher vor uns versteckt war? Dass wir plötzlich verstanden haben, was wir in einer schweren Situation machen sollen, um Gottes Willen zu erfüllen?

Als Du Deinen Sohn verehrt hast, nicht wie wir unter der Gestalt des Brotes, sondern in Seiner Hochheiligen Menschlichkeit, hast Du Fortschritte im Hören Seines Göttlichen Lehrens gemacht, die Er dann den anderen durch die Sprüche und Zeichen gezeigt hat.

Und was lehrt Jesu uns, wenn wir über Sein verstecktes Leben denken? Er lehrt uns Demut, die uns immer so fehlt. Er lehrt uns graue Alltäglichkeit, die uns manchmal so belastet, und die für uns faszinierendes Abenteuer sein kann, was viele Heilige bestätigen. Er lehrt uns Liebe für die solide und ehrliche Arbeit, die man liebt, weil sie Teilnahme an dem schöpferischen Werk Gottes ist und die man ausübt um den anderen zu dienen und nicht nur ausschließlich Ziel des Geldverdienens ist. Er lehrt uns Liebe für Schweigen in der geschwätzigen Welt und der Stille, die uns das Hören  des Gottes ermöglicht, dessen Stimme beim Lärm der Fernsehapparate und des Straßenverkehrs nicht hörbar wird und uns das Hören des eigenen Herzens unmöglich macht. „ Ich habe Angst vor Stille, in ihr hört man eigenes Herz“ – schrieb ein Dichter. Und wenn im Herzen die Leere ist? Dann verdrängt man sie mit Hören unwichtiger Sachen oder mit eigener Plauderei.

Das alles lehrt uns Jesu mit Seinem versteckten Leben. Er lehrt unsere Familien; wenn in ihnen Jesu lebt, sind sie glücklich und fröhlich. Wenn Jesu weggeht, wie das für kurze Zeit in Deiner Familie geschehen ist Maria, als Er irgendwo verschwunden ist, beginnt Angst, Unruhe, Unsicherheit, dann verschwindet in der Familie Glück.

Nach dem Weggang Deines Sohnes hast Du einsam in Nazareth gelebt, Josef war nicht mehr unter den Lebenden. Deine Verwandten haben nichts davon, was den Sinn Deines Lebens war, verstanden. Das ist traurig, einsam unter den Menschen zu sein. Zweifellos als Witwe hast Du dich Sympathie und der Achtung erfreut, weil die Israeliten die Witwen achteten. Es war aber so bis zur bestimmten Zeit…...

Eines Tages hat Jesu sein Städtchen besucht, das Er sicher liebte, weil seine Kindererinnerungen mit ihm verbunden waren. Wer von uns liebt sie nicht? Was für eine Freude war das für Dich! Dein Sohn ist zurückgekehrt!  Zwar nicht für Lange, aber diese kurzen zusammen verbrachten Tage werden bestimmt glücklich sein- hast Du gedacht.  – Und dann einmal kommt Er wieder zurück, wenn das Sein Willen ist, besucht Er sehnende Mutter. Wer konnte das vorsehen, dass alle Träume und Projekte sich so schnell auflösen, dass diese erwarteten Besuche so dramatisch enden werden….

Dann hat Jesu die Landammänner verärgert, dadurch dass Er ihren Hochmut verletzt, so dass sie Ihn aus dem Tempel geschleppt haben um Ihn zu töten (vergleiche Lucas 4, 16-30). Was hat damals Dein Jungfräuliches Mütterliches Herz gespürt? Wie hast Du Dich verhalten? Du warst damals noch nicht so stark, wie auf Golgatha, als Du schweigend unter dem Kreuz des Sohne gestanden hast. Eines warst Du aber sicher: die Stunde Deines Sohnes ist noch nicht gekommen und der Vater findet den Weg um Ihn aus der Gefahr zu retten. Und wirklich: „ Aber er ging durch sie hinweg“ (vergleiche Lucas 4, 30). Wie ist das passiert, wissen wir nicht. Seine Verfolger mussten plötzlich feststellen, dass es Jesu unter ihnen nicht gab. Sie sind wütend geworden und gelaufen um Ihn zu suchen. Sie sind zu Dir nach Hause gelaufen und haben vermutet, dass Er sich dort versteckt hat. Als sie Ihn dort nicht gefunden haben, sind mit Schimpfwörtern auf den Lippen auseinander gegangen. Du hörtest  diese Schimpfwörter über Jesu und auch über Dich, wenn menschliche Kleinheit und manchmal Gemeinheit den Schuldigen nicht erreichen kann, lässt sie ihren Hass an den Unschuldigen aus.

Dein Jungfrauliches Herz hat geblutet, als Du diese niederträchtigen Worte hörtest.  Und diese Situation wiederholt sich doch so oft immer wieder. Heute gibt es auch Leute, die vom Hass bereit würden Jesu noch mal  zu ermorden, wenn sie nur konnten, und wenn sie nicht können, schmähen Ihn und Dich. Das sind in Dein Jungfräuliches Herz gestochene Dornen, die Du der Schwester Lucy im Kloster Pontevedra gezeigt hast, die so verletzen und wehtun und es gibt niemanden, der diese Dornen aus Deinem Herz auszieht und Dir Erleichterung bringt. „Du mindestens“ – hast Du damals zu Lucy gesagt. Wie viel Bitterkeit war es in diesen Worten:“ mindestens Du“ „Es gibt so wenig Menschen – scheint es, würdest Du sagen, - die mir Erleichterung bringen möchten.  Mindestens du…“ Diese Worte sind zu jedem von uns gerichtet: :mindestens du, mein Sohn, meine Tochter, erfülle meine Bitte und mit den Andachten der ersten Samstage des Monats und ersetze mir das, was ich von den undankbaren Menschen leide“.

Nach diesem schmerzhaften Ereignis in Nazareth ist Dein Sohn schon nie mehr in Seine Stadt zurückgekehrt und Du bist noch einsamer unter den Dir unfreundlichen Menschen, weil Dein Sohn ihnen die Wahrheit offen gesagt hat.

Es war noch ein anderes Ereignis, das für Dich schwer sein musste. Du bist Dich mit Deinen Verwandten nach Kafarnaum gelangen, um  mit Jesu zu sprechen. Man hat Ihn so vielmals beklagt, dass Er besessen ist, dass Er von den Sinnen ist –  die Pharisäern und Priester haben Ihn beklagt, die religiösen Autoritäten – bestimmt wollte die Familie Ihn dazu veranlassen, damit Er mit dem Lehren aufhörte und sie nicht kompromittiert. Warum bist Du mit ihnen gegangen? Vielleicht konntest Du Dich einfach nicht den Forderungen „dem Clan“ widersetzen, und vielleicht wolltest Du ihnen noch unterwegs ein paar verschiedenen Sachen erklären oder ihre Denkens -weise ändern? Vielleicht einfach menschlich hat Dein Bedürfnis nach dem Treffen mit dem Sohn gesiegt? Ihn zu sehen, Ihm beiseite zu stehen, wenn es zum Konflikt kommt? Das wissen wir nicht.

Als Ihr gekommen sind, war Jesu vom Menschenmenge umkreist. „Jemand hat zu Ihm gesagt: >> Deine Mutter und Deine Brüder stehen draußen und wollen mit Dir sprechen>>. Er aber hat dem, der Ihm das mitteilte geantwortet: >>Wer ist meine Mutter und welche sind meine Brüder ?>> Und reckte Er die Hand über seine Jünger aus und sagte: << Das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn der tut den Willen meines Vaters im Himmel, ist mein Bruder, Schwester und Mutter>> (Matthäus 12,47-50).

Wir wissen, was für eine Bedeutung diese Worte hatten. Niemand tat doch so den Willen des Vaters, wie Du Maria, das war also den Lob vor allem an Dich gerichtet. Dein größtes Verdienst war nicht das, dass Du Jesu zur Welt gebracht hast, sondern das, dass Du Seine Worte hörtest, dass Du seinen Willen tatest. Jesu zeigt hier den Vorrang der geistlichen Verbindungen, der Verbindungen des Glaubens vor den Natur-, Familienverbindungen. Du hast sofort den Sinn der Worte Deines Sohnes verstanden und warst Ihm für Seinen Lob dankbar, Du hast aber deshalb verstanden, denn Du bist erst „schwere Schule von Jesu“ bestanden und warst in ihr „ die ausgezeichnete Schülerin“  Diese, die Dich begleitete, verstanden das nicht, blickten auf Dich mit Ironie, sahen in diesen Worten Gleichgültigkeit Dir gegenüber oder  Geringschätzung Deiner Rolle der Mutter. Schön und zutreffend schrieb ein Autor (Jean Guitton) über diese Szene: „Christus im Evangelium des öffentlichen Lebens ist schon von niemandem in der Welt abhängig. Er ist nicht mehr „gehorsam“, wie Er Dir  in den Kinderjahren in Nazareth gehorsam war. „ Er ist völlig in den Sachen des Vaters hineingesteigert. Jede Mutter gebart nicht für sich, sondern für Gottessache. Nachdem sie ihr Frucht zur Welt bringt, muss sie sich beiseite stellen“. Und Du hast dich so verhalten.

 Schon früher in Jerusalem, hat der zwölfjährige Jesu zu Dir und Josef gesagt: „Wisst ihr nicht, dass ich sein muss, in dem was meines Vaters ist?“ (Lucas 2, 49). Ohne Zweifel hast Du dir diese Worte gut gemerkt. Du warst doch „aufgezeichnete Schülerin“  in Seiner „Schule“. Unsere beste Mutter lehre uns Dich nachahmen, Dich, die dem zuhört, was uns Dein Sohn Jesu Christi lehrt.

 

 

 

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