MEDITATION AM ERSTEN SAMTSAG DES MONATS

Kreuzigung und Tod Jesu

Mutter, ich bin da; ich bin am ersten Samstag an Deinem Jungfräulichen Herz, Maria!

Ich danke Dir für die Einladung. Ich will mit Deinem leidvollen Herz mitfühlen, heute mit Dir zum Kalvarienberg, wo Dein Sohn gekreuzigt wurde, eilen.
„ Und Er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. Dort kreuzigten sie Ihn und mit Ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König . Diese Aufschrift lasen viele Juden denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. Da sprachen die Hohepriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Die Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einem Teil, dazu auch den Rock. Der aber war umgenäht, von oben an gewebt in einem Stück. Da sprachen sie untereinender: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll): . So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22, 19): „ Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.“ Das taten die Soldaten. Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte. spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie den Jünger zu sich. Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihm den an den Mund. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.“ (J 19, 17-30).
Schrei, Gebrüll, Weinen mischen einander im Moment, wenn Jesu das Kreuz tragend auf Golgatha steht. So sehr ermüdet, durch Tragen des so großen Gewichts geschwächt zeigt sich allen auf der Spitze, wo das Kreuz gestellt werden wird. Das ist doch kein Ende seiner Quall, das ist eine ihrer Etappen; bald beginnt die nächste. Klirren der Metallwerkzeuge, Widerhall des Einschlagens der Nägel erlaubt nicht zu zweifeln, was los ist; das Urteil der Kreuzigung Jesu ist preziös durchgeführt. Ich weiß nicht, Mutter ob Du gesehen hast, als man Deinen Sohn an das Kreuz angeschlagen hat, mit Sicherheit haben alle diesen Geräusche haben sich wie das Schwert in Dein jungfrauliches Herz gestoßen. Jede Mutter will in Moment, wenn ihr Kind leidet, mit ihm sein; Die Liebe kann in der besonderen Weile keine Trennung aushalten. Während der Operation im Krankenhaus besetzen die Eltern fast die Tür zum Operationsaal, sie lauschen, dreinblicken, beobachten jede Einzelheit, davon, was los ist. Sie warten auf Information und gleichzeitig wachen bei ihrem Kind. Du aber, Mutter konntest nicht nah deinem Kind in diesem besonderen Moment sein. Trubel, Verwirrung, Gedränge, die mit dem Durchführen des Urteils verbundene Prozedur erlaubten nicht, dass die Mutter zusammen mit ihrem Kind ist. Als die Folterknechte ihre Tat beendet haben, konntest Du unter dem Kreuz stehen und Deinen Sohn sehen. Kann man sich vorstellen, was damals in Deinem Herzen geschah? Was fühlt die Mutter im Moment, wenn sie ihr verletztes Kind auf die Arme nimmt? Oder wenn sie durch das Fenster in den Saal der Intensiven Therapie schaut und das Leib der geliebten Person sieht? Das Aussehen der Mutter ist damals so ausdrücklich, dass man nicht gleichgültig bleiben kann. Was geschieht in dieser Zeit in ihrem Herzen? Oft mischen sich Verzweiflung, Protest, Bedenken zusammen und sprudeln mit lautem Schreien und Weinen heraus.
Jungfräuliche Mutter, Du hast aber alle diese Gefühle mit Demut im Ozean der Liebe versunken. Du hast gewusst, dass das geschehen muss, dass das Opfer gebracht werden wird. Aber den Gottesplan zu kennen ist es was anderes als ihn mit Demut und Liebe anzunehmen. Jeder von uns ist dessen bewusst, dass wir uns manchmal den Herausforderungen und Schwierigkeiten gegenüber stellen und sie annehmen oder mit ihnen einverstanden sein müssen, obwohl das nicht leicht ist. Es ist immer mit dem Opfer und Verzicht verbunden also mit einer gewissen seelischen Anstrengung. Es keimen Zweifeln, wecken Emotionen und Gefühle, erscheint Egoismus, es kommt auch die Versuchung zurückzukehren und die Entscheidung zu ändern. Mutter, kann man sich vorstellen, was in Deinem jungfräulichen Herzen geschah, im Moment als das Opfer für Welterlösung vollbrachte?
Mein alltäglicher Kampf verdeutlicht mir nur wie groß dein Opfer war, Mutter, wie große Herausforderung musstest Du bewältigen. Selige Katharina Emmerick hat so diese Zeit und Dein Leiden beschrieben, Mutter: „ Und als die traurigste, am meisten liebende Mutter aufgestanden ist und am Kreuz den Leib ihres Sohnes gesehen hat, den Leib, der in Reinheit vom Heiligen Geist empfangen wurde, Leib aus Ihrem Leib, Knochen aus Ihrem Knochen, Herz aus Ihrem Herzen, heiliges Gefäß, geschaffen in Ihrem Schoß mit Verfinsterung der Stärke des Höchsten, zur Zeit ohne jede Verzierung, Gestalt und seiner heiligsten Seele; Sie hat Ihn der Naturrechte abgegeben, der Natur, die Er selbst geschaffen hat und die der Mensch mit Sünde Missbrauch verunstaltet und verdreht hat. Sie hat den Jesu Leib gesehen, geschlagen, gefoltert, entstellt, zerrissen und getötet mit den Händen von denen, für die sich Jesu für die Erlösung und ewiges Leben verkörpert hat. Ach! Verachtet, verspottet, abgelehnt hat dieses leere allerschönste Gefäß, Gefäß der Wahrheit und der Liebe gehangen, hat zerrissen am Kreuz zwischen zwei Räuber gehangen. Wer ist imstande solchen Schmerz der Mutter Jesu, der Königin aller Märtyrer zu begreifen?“
Tatsachlich, wer ist imstande Deinen Schmerz zu begreifen. Für Dich, Mutter, ist das aber kein Ende des Leidenswegs mit und bei Deinem Sohn. Jetzt äußert Jesu sein Testament und will, dass Du Mutter seines Jüngern wirst und er zu Deinem Sohn wird. Was hat Dein Herz gespürt, Jungfräuliche, als Dein Sohn sich an Dich: „Jungfrau“ wendet? Das ist doch Dein Sohn. Mein Glauben sagt mir aber, dass es in dieser Behauptung Unterstreichung Deiner außergewöhnlichen Würde ist; weil Du die Jungfrau bist, die Schlangenkopf zerschneidet. Jesu erinnert daran und deshalb, obwohl er das in so schmerzhaftem Moment tut, stellt nächste Herausforderung vor Dich. Während der Verkündigung wurdest Du gefragt, ob Du damit einverstanden bist, Mutter Gottes zu werden, jetzt von der Höhe des Kreuzes bittet Dich Dein Sohn darum, dass Du Mutter seines Jüngern und gleichzeitig aller Menschen wirst. Kann man ein anderes Kind annehmen und so stark wie ein eigenes Kind lieben? Wenn ich mir Dich ansehe, Maria, weiß ich, dass das sicher möglich ist. Wie rein und edel musste Dein Herz sein, dass die Blutsbande diese Liebe nicht verzerrt haben. Du bist Mutter demütig und gehorsam geblieben, auch in der Sterbezeit Deines Sohnes. In solchem Moment, im Todesmoment des geliebten Kindes, ist der Mensch normalerweise nicht imstande seine Emotionen zu beherrschen. Unabhängig davon, ob das ein Unfall oder eine unheilbare Krankheit ist, sind die Eltern von extremen Emotionen erschüttert, erscheinen die Fragen: warum? Musste das passieren? Liebt Gott wirklich, wenn er solches Leiden erlaubt? Wie leicht kann man angesichts eines solchen Leiden verzweifeln. Nach der Auferstehung hat sich für uns eine andere Blickperspektive auf das Leiden. Du, aber Mutter, hast den Sohn, den man abgelehnt hat, gesehen; Wo solltest Du angesichts des Leidens Unterstützung für Glaube, Hoffnung finden, als Der, Der ist, verspottet und abgelehnt am Kreuz hängt? Er ist König der Juden, seit Jahrhunderten erwartet, so laut der Aufschrift, aber alles herum das verneint. Pilatus, der das Urteil auf Jesu erlassen hat, besteht darauf, dass diese Aufschrift für alle sichtbar ist. Andererseits, wenn sie wahrhaft ist, sollte es kein Todesurteil für den König geben. Die Schriftgelehrten und Pharisäer, die so gründlich messianische Vorhersagen kannten, erblicken nicht, dass sich alles mit erstaunlicher Präzision erfüllt. Kommt nicht mit der Stärke der Offensichtlichkeit der Gedanke, dass Jesu kein König der Juden, kein vorhergesagter Messias sein kann ? Wenn ja, da einziges rationelles verständliches Verhalten der Mutter Wunsch der Rettung des eigenen Sohnes sein sollte. Es geschieht aber etwas ganz Anderes. Mutter, wie groß war dein Glaube, dass Du in so schwerem Moment treue Magd des Herrn geblieben bist; Der Mutterinstinkt hat auch dein Glaube und deine Liebe nicht gestört. Wie viel Schmerzen, Opfer musste darin sein, wenn über den Rechten des Leibes der Geist herrschte, kein Egoismus, sondern Liebe, keine Verzweiflung, sondern Glaube!
Mutter mit dem unbefleckten Herzen, die den sterbenden Sohn sieht! In der Antwort auf Deine Einladung will ich mit Dir mitleiden, ich lerne lieben und versuche zu begreifen was in Deinem Herzen passierte.
Priester Pellgrino Eretti beschreibt seine Erfahrungen, die mit dem Durchführen der Exorzismen verbunden sind, er hilft uns bei dieser Mühe. „ Wir haben auch am Kreuz gestanden [ sagen böse Geister]. Manche haben wir gegen Ihn aufgewiegelt, damit sie Ihn kränken, damit sie Ihn beleidigen, damit sie Ihm herausfordern. Die anderen haben wir versucht, dadurch dass wir in ihnen Zweifeln geweckt haben. Wir haben ihnen eingeredet, dass es kein Messias sein kann. […] Wir haben viele Leute von da vertrieben. Sie haben aufgehört zu glauben, sie waren erschrocken, als sie gesehen haben, dass er stirbt. Es sind ein paar Überlebende geblieben. Sie sind endlich zum Schluss gekommen, als Er schon gestorben ist, dass das alles keine Wahrheit ist. Weil, wenn Er gestorben ist, ist schon alles beendet. Es lässt sich nichts mehr machen. Als sie den Leib vom Kreuz genommen haben, haben wir sogar Johann versucht. Wir haben ihm eingeredet, siehe wie dein Messias geendet hat! Siehe wie der dein Messias geendet hat! Wir haben sogar Seine Mutter versucht. Sie hatte das zerrissene Herz. Gleichzeitig hat aber in diesem Herzen unaussprechliche Ruhe geherrscht. Sie verzieh alles. Sie hat geliebt und gelitten. Ihre Verzeihung war völlig. Ihre Liebe war völlig. Ihr Opfer war völlig. Und das hat uns überwunden ! Vergebens verminderten wir ihren Glaube. Sie hörte nicht auf zu beten. Nur Sie einzige glaubte an die Auferstehung. Ihr Herz hat schon alles gewusst“.
Mutter sei verehrt für die Glaube, für Vorbild der Liebe und Demut, dafür, dass Du mir den Weg gezeigt hast. Ich danke Dir Mutter für Deine Sorge und die Einladung zur Meditation. Lass mich am Kreuz meines Herrn und Erlösers ewig bleiben. Ave Maria!

 

 

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