Jesu will sich dich bedienen,
damit die Menschen mich kennen lernen und lieben.
Er möchte in der Welt die Andachten an mein Jungfräuliches Herz beschließen.
Wer sie annimmt, dem Er Erlösung für Zierde Seines Thrones verspricht.
Fatima, den 13. Juni 1917

April - MEDITATION
Priester Andrzej Gładysz – Pallottiner

AUFERSTEHUNG HERRN JESU


Wie schwierig war Deine Rückkehr aus Golgatha an diesem furchtbaren Karfreitag, Mutter. Du, die einzige in der Welt hast damals geglaubt, dass Dein Sohn aufersteht, jedoch…
Treffen mit Ihm auf dem Kreuzweg, blutige Folter, Klopfen, der die Nagel in den Leib Deines Sohnes einschlagenden Hammer, schreckliches Heben des Kreuzes und drei Viertel des Sterbens in der tropischen Hitze und in den Strahlen der brennenden Sonne. Gleichgültigkeit der Henker, die ihre Arbeit ausübten, Spott der Menschenmenge und der Älteren, Schimpfwörter des anderen Schurke – das wäre zu viel für die Mutter, die jeden Schmerzanfall des Sohnes in Ihrem Jungfräulichen Herz spürte. Zu viel, ohne Deinen mit Erfahrungen und Leiden des ganzen Lebens vervollkommneten Glauben, ohne Deine im Moment der Verkündigung ausgesprochene „fiat“ und immer wieder wiederholte und gesagte endlich im Moment, als die Lanze des Soldaten die Hochheilige Seite durchgestochen hat.


In Deinen Ohren klangen noch die Worte des Testaments, die Worte des letzten Willens des Erlösers:“ Frau, siehe das ist dein Sohn“ (J 19,26). Was für ein Wechsel: an Jesu Stelle – Johannes. An die Stelle des Gottes – der Mensch. Dein Herz hat geweint, als es diese Worte gehört hat, Du hast aber durch die Eingebung des Heiligen Geistes, der Dich erfüllte, gewusst, was sie bedeuten.
Aus Willen Deines sterbenden Sohnes bist Du zur Mutter aller Menschen geworden: der bösen und der guten, der liebenden und der hassenden, aller, die Deinen Sohn lieben und für Ihn ihr Leben geben werden, aber auch der, die Ihn beleidigen werden, die Ihn gern das nächste Mal töten würden, wenn sie nur könnten. Du bist die Mutter der Kirche geworden, die Du vielmals retten müssen wirst, dich für Ihn einsetzen, mit Tränen in den Augen um Bekehrung bitten, denn Du offenbartest dich so oft den Menschen weinend. Wahrlich, richtig prophezeite der Greis Symeon, dass Deine Seele das Schwert durchdringt.


Wie schwierig war Deine Rückkehr au Golgatha an diesem furchtbaren Karfreitag, Mutter. Sicher gingst Du unterstützt von Johannes und die Frauen, die Dich begleiteten. Du gingst über dieselben Steine stolpernd, über die früher Dein Sohn, Sein Kreuz tragend, stolperte. Das war schwierige Rückkehr und doch trotz aller Erlebnisse fröhlich und voll von Glaube. Allen rundum, sogar den treuen Johannes schien es, dass Dein Sohn endgültige Niederlage erlitten hat, dass das herrliche Abenteuer ihres Lebens tragisch beendet hat. Nur Du wusstest, dass das was passiert ist, aus Willen Gottes war, aus Willen Deines Sohnes, also das Beste, was passieren konnte, war. Du hast das gewusst und dich in Deiner Seele gefreut, obwohl Deine Augen und Dein Herz weinten.
Am Morgen gingen die Frauen, die Dich unter dem Kreuz begleitet haben, den toten Leib einsalben, um ihn so vor dem Zerfallen zu schützen. Du bist alleine zu Hause, auf die fröhliche Nachricht wartend, geblieben: „ Mutter, Dein Sohn lebt! Er ist auferstanden!“. Wozu soll man zum leeren Grab gehen? Du hast das gewusst, dass das Grab leer ist. Nur Du, vom heiligen Geist erfüllt, der auf Dich am Tage der Verkündigung hinabgestiegen ist, hast richtig die Worte Jesu von Seiner Auferstehung verstanden. Alle anderen haben auch die Worte Jesu gehört, dass Er am dritten Tag von den Toten aufersteht, manche von den Jüngern sahen sogar mit eigenen Augen Seinen Ruhm auf dem Berg Tabor, haben aber nichts verstanden und als sie der harten Wirklichkeit und dem Tode gegenüber gestanden haben – haben gezweifelt.


„Warum hast du gezweifelt? Du hast zu wenig Vertrauen“ (Mt 14,31) – hat Jesu zu Peter gesagt, als er im Wasser des Sees Genezareth zu sinken begann. „Warum habt ihr gezweifelt? Ihr habt zu wenig Vertrauen“ – wolltest Du zu den Jüngern, zu Johannes, zu den Frauen, zu Maria Magdalena rufen. Ihr habt doch gehört, ihr wisst doch! Ist für Gott etwas Unmögliches? Wie immer hast Du aber geschwiegen, Du warst still und voll von der fröhlichen Erwartung. Du bist zu Hause geblieben. Du hast kein Zeichen, kein leeres Grab gebraucht, Du hast sogar kein Treffen mit dem Auferstandenen gebraucht. Die Anderen ja, aber Du nicht. Du hast das mit Sicherheit deines Glaubens gewusst.


Dein Jungfräuliches Herz hat gelitten, als Du den Unglaube der Jüngern, der Frauen, sogar der treuen Maria Magdalena gesehen hast. Sie brauchten das Treffen mit Jesu, persönliches Treffen, um zu glauben. Auch das Zeugnis des leeren Grabes hat nicht genügt. Nach dem Treffen mit dem vermeintlichen Gärtner ist Maria Magdalena zu den Jüngern gelaufen, um ihnen die erstaunliche Nachricht zu bringen: „ Ich habe den Herrn gesehen“ (J 20,18). Man hat ihr nicht geglaubt. Endlich laufen Johannes und Peter, gehen hinein, sehen gefaltete Tücher, den Leib finden sie aber nicht. Damals haben sie geglaubt. Aber woran haben sie geglaubt? Nur daran, dass das Grab leer ist, an Auferstehung glaubten sie weiter nicht, nämlich, als der Herr selbst unter ihnen sich gestellt hat, haben sie sich entsetzt und haben gedacht, dass sie den Geist sehen. Wie viel Male musste sich der Herr ihnen zeigen, Er zeigte ihnen Hände, Beine, die Seite, aß mit ihnen, ließ sich tasten. Mit so großer Schwierigkeit kam zu ihnen die erstaunliche und zugleich wunderschöne Wahrheit, dass Er lebt. Dir waren keine Beweise nötig. Du hast das mit der ganzen Stärke des Glaubens gewusst, was sie nie begreifen würden, wenn Jesu sich nach der Auferstehung euch nicht gezeigt hätte. Unter ihren Unglaube hast Du gelitten. Diese zögernden, zweifelnden Menschen waren die Grundlage der künftigen Kirche. Du hast gut davon gewusst, wie viel Mühe, Leiden Dich das Unterstützen ihres schwachen Glaubens kosten wird, wie viel Tränen, Bitten und Vermittlung bei Deinem Sohn, damit sie im Glauben aushalten, damit sie bei Gewittern, die mit dem Boot der Kirche schütteln, Treue behalten. So oft hast Du dich den Menschen weinend gezeigt. Wahrlich, die Rolle der Mutter ist nicht leicht, und Du hast das gewusst, dass Du Mutter dieser Kirche bist.

Evangelien sagen nichts von Deinem Treffen mit dem auferstandenen Sohn.
Es erscheint aber die nüchterne Frage, ob es Dir in der Tiefe Deines mütterlichen Herzens einfach menschlich nicht leid war, dass die Anderen Ihn gesehen haben, das Er zu den Anderen gekommen ist und zu Dir nicht? Das stimmt, dass Er Dein Glauben nicht unterstutzen musste, weil er genug stark war, dass Seine Worte:“Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (J 20.29), und kein persönliches Treffen war das herrlichste Zeugnis und Verehrung für Deinen ungewöhnlichen Glauben. Das ist alles Wahrheit. Und doch?
Und existiert doch eine altertümliche Tradition, dass Du die Erste war, der Er sich gezeigt hat. Von dieser Vermutung hat der Heilige Johannes Paul der II. auf der Generalaudienz im Mai 1997 gesprochen. Das Schweigen der Evangelisten muss uns nicht zur Schlussfolgerung führen, dass es solches Treffen nicht gab. Wie konnte Maria, die so besondere Rolle in der Gemeinschaft der Jüngern gespielt hat, ausgeschlossen aus dem Kreis der Personen sein, die sich mit Ihrem Göttlichen von den Toten auferstandenen Sohn getroffen haben? – fragt Johannes Paul. Übrigens einziger und besonderer Charakter Deiner Anwesenheit auf dem Kalvarienberg und Deine ausgezeichnete Einigkeit mit dem Sohn im Kreuzleiden scheinen Deine ungewöhnliche Teilnahme auch am Geheimnis der Auferstehung anzudeuten. Vielleicht deshalb hat es Dich, Mutter in der Gesellschaft der Frauen gefehlt, die am Osternmorgen den toten Leib Jesu salben gekommen sind. Vielleicht bist Du geblieben, weil Du dich schon früher mit Deinem Sohn getroffen hast?


Das Evangelium scheint solche Vermutungen zu verneinen, zugleich aber sagt nicht eindeutig: nein. Die Vermutung, dass Jesu sich mit Seiner Mutter, als mit der Ersten getroffen hat, hat ihre Widerspiegelung schon im V. Jahrhundert in altchristlichen Schriften gefunden. Dann sind noch malerische, diese Szene darstellende, Werke gekommen. An sie erinnern auch die zeitgenössischen Autoren. Vielleicht ist der Heilige Papst, mit dem heißen Herz und besonderer Liebe zu Dir, Mutter, geleitet, seiner Intuition gefolgt? Vielleicht hat er mit dieser Liebe in Deiner Abwesenheit unter den Frauen, die den Hochheiligen Leib salben gingen, das bemerkt, vorausgeahnt, was andere nicht bemerken und vorausahnen konnten? Das Herz sieht doch besser, sieht das, was die Augen nicht sehen. Er, der ganz Dein war totusTuus erlebte mit Dir zusammen dieses Treffen, ob es wirklich oder vermeintlich war. Er erlebte das und freute sich.


Mutter, das Geheimnis der Auferstehung war schwer auch für spätere Generationen und ist in unseren Zeiten schwer. Wie viele Menschen haben es abgelehnt und lehnen jetzt ab! Der Heilige Paul selbst hat eine Niederlage in Athen auf Areopag erlitten, als er unter den Weisen dieser Welt über die Auferstehung sprach. Manche haben ihn bagatellisiert, andere ausgelacht. „ Wir hören Dich anders Mal“ (Tagebuch 17,32) – haben ihm geantwortet und mit nichts abgeschickt, und knapp einige von den Athenern konnte er bekehren. Und es ging eben um die Auferstehung.
Und heute? Heute wollen auch viele Menschen diese Glaubenswahrheit nicht annehmen, obwohl sie sich für Christen halten. Und Dein Herz weint, Mutter, angesichts dieses Unglaubens. Wie viel Leiden bereiten Dir Deine Kinder sowohl durch Beschimpfung, Schmähung, Gleichgültigkeit Deiner mütterlichen Liebe und Deines Jungfräulichen Herzens gegenüber und auch durch Unglaube in verschiedenen Sachen des Glaubens, durch Auswählen der Sachen, an die man glauben will, andere lehnt man ab, und unter denen sich auch der Glaube daran befindet, dass die Leiber von uns allen auferstehen, was von Deinem Sohn vorhergesagt und begonnen wurde. Und ohne Glaube an Auferstehung ist doch unser Glaube leer (vergleiche 1 Kor 15, 14).
Mutter bete für uns, damit unser Glaube nicht aufhört. Bete für die Kirche Deines Sohnes, die Er selbst Dir in Obhut, Deiner Vermittlung betraut hat. Dir, die sich so oft den Menschen weinend offenbarst.

 

 

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