Juni
MEDITATION
Priester Andrzej Gładysz – Pallottiner
DIE BEGRÜNDUNG DER EUCHARISTIE


Vor der rechten Hand der Mutter Gottes
befand sich das Herz, mit Dornen umkreist,
die scheinen es durchzustechen.
Wir haben verstanden, dass das mit den Sünden der Menschheit beleidigtes Marias Herz war, das die Genugtuung wollte.
Fatima, den 13. Juni 1917.

Maria, unsere Mutter. Du warst immer und bist mit Deinem Sohn Jesu vereinigt. Seit dem Moment, als Du Deine Zustimmung zur Zusammenarbeit am Werk der Welterlösung mit Gott selbst gegeben hast, und zur Mutter des verwirklichten Wortes geworden bist, warst Du bis zur Geburt mit Ihm physisch und geistig vereinigt, wie jede Mutter, die mit ihrem Kind, das sie in ihrem Mutterleib trägt, vereinigt ist. Nach der Geburt warst Du mit Ihm, hast Du Ihn gestillt, gepflegt, einfache Lebenstätigkeiten beigebracht. So wie jede Mutter. So war es in Bethlehem, in Ägypten, in Nazareth, wo Er langsam heranwuchs, zum jungen und dann zum reifen Mann wurde. Damals, im besonderen als es an Josef bei Euch zu Hause fehlte, ist Er zu Deinem Betreuer und Helfer bei schwereren Haushaltsarbeiten geworden, und Du warst Seine treuste Gefährtin im Alltag, der man alle sogar die kleinsten Schwierigkeiten oder Freude anvertrauen kann.

Nach 30 Jahren ist aber die Zeit der physischen Trennung gekommen. Jesu ist auf die Wüste, dann an den Jordan, dann nach Jerusalem gegangen, hat in den Dörfern und Städten von Galilei und Judäa zu lehren begonnen. Damals ist es zu dem ernsthaften Konflikt mit den Einwohnern Nazareths gekommen: Jesu hat ihnen Glaubensmangel vorgeworfen, und die Wahrheit, die sie nicht hören wollten, gesagt. Sie wollten Ihn töten, haben Ihn fortgejagt, und Du bist noch einsamer geblieben. Nach diesem Ereignis ist Jesu nicht mehr nach Euer Haus in Nazareth zurückgekehrt. Jetzt sind zu Dir nur Nachrichten über Ihn und Sein Werk angekommen, gute und schlechte Nachrichten. Und endlich habt Ihr euch am Kreuz getroffen, wo Eure Vereinigung den Gipfelpunkt erreicht hat: Du bist mit Ihm zusammen zur Erlöserin, zur Mutter der Kirche, zur Mutter Seines Mystischen Körpers geworden. Zum Schluss, nach der Zeit der irdischen Trennung, hast Du wieder volle Vereinigung mit Ihm in der Ewigkeit erreicht.

Es waren also in Deinem Leben Periode, in denen Du physisch mit Deinem Sohn getrennt warst: Du warst in Nazareth, Er irgendwo weit von Dir, hat gute Nachricht gepredigt und zur Bekehrung aufgerufen; Du hast im Saal des Letzten Abendmahls auf den versprochenen Tröster gewartet, Er war schon im Himmel zur Rechten Vaters sitzend. Trotzdem aber warst Du immer im Heiligen Geist mit Jesu vereinigt, weil wo Jesu, dort Maria ist. Du warst doch „Begnadete“ und „der Herr war immer mit Dir“

Du warst also mit Ihm, als Er auf der Wüste gefastet hat; als Er von Johann in Jordan getauft war; Du warst in Synagoge in Kafarnaum, wo Er über Eucharistie, über Seinem Körper, der wahre Nahrung und über Seinen Blut, der wahres Getränk ist, gesprochen hat. Und darüber, dass man ohne diese Nahrung kein ewiges Leben in sich haben kann. Konnte es damals am Gründonnerstag anders sein? Konntest Du mit Ihm nicht sein? damals, dort, wo Er die erste Heilige Messe gehalten, Eucharistie bestimmt, und unter Seinen Jüngern die ersten Priester des Neuen und Alten Bundes gewählt hat, auf diese Weise die Priesterweihe eingestellt zu haben. Du warst, weil dort wo Jesu ist, dort bist auch Du, durch diese wunderschöne und ewige Verneigung Eurer Herze im Heiligen Geist; Vereinigung Seines Hochheiligen Herzens und Deines Jungfräulichen Herzens.

Konnte es damals im Abendmahlsaal anders sein? Hochheiliger Leib von Jesu wurde doch aus Deinem Leib geboren: „ von der Jungfrau Maria geboren“ . Als Du Seine Geburt erwartet, und das Leben, dem in Dir entstehenden Leib des Erlösers, gegeben hast, war Dein Blut zu Seinem Blut, der durch Dein Jungfräuliches Herz geflossen hat. Du warst das erste Tabernakel, in dem Du Gott selbst verehrt hast, den Schöpfer des Universums, der sich in Deinem Mutterschoss zuschließen wollte. Mit Dir haben Engel und Erzengel mit allen Heerscharen des Himmels ihren Herrn verehrt. Mit Dir zusammen ist in der frommen Begeisterung Josef, Dein makelloser Gefährte geblieben. Er hat verehrt und mit seinem Schweigen die schönste Hymne des Lobes und der Verehrung gesungen.

Maria, das alles, was im Abendmahlsaal geschehen ist, hast Du nicht mit den Augen, sondern mit Deinem Geist gesehen, Du warst bei deinem Sohn und hast dich an dem ganzen Verlauf der Ereignisse beteiligt.

So kniet Dein Sohn vor den Jüngern nieder. Er, Der Allmächtige Gott, kniet vor den irdischen Wesen nieder und wäscht eure Füße wie der letzte Diener oder Sklave, lehrt sie Demut und Dienst für andere Menschen. Er bittet den Vater, damit alle „Einheit“ sind, damit Seine Jüngern sich lieben. Und Du hast genau gewusst, Seine und unsere Mutter, dass das Gebet, wegen unserer Hartherzigkeit, jahrelang Seine Jüngern zur Einigkeit nicht führen wird. Schon in den ersten Jahrhunderten zeigen sich Spaltungen und Häresien; Du hast gewusst, dass es die Zeiten kommen, wenn die Kirche zerrissen wird, und Seine Jüngern , Christen einander „im Namen“ Deines Sohnes verfolgen und morden werden; dass der Hass in Seinem Namen über der Liebe triumphieren wird; dass Du, die beste Mutter, trotz desselben Glaubens, der Jesu für Gott und Erlöser hält, von vielen gehasst werden wirst. Kann man den Sohn lieben und zugleich Seine Mutter hassen?

Du weinst über diese Gegensätze Mutter, und betest zusammen mit Jesu, damit die Einheit kommt. Maria, gib Kraft und Enthusiasmus denen, die den Herrn Worten folgend, diese Einheit ins Leben einzuführen versuchen. „Damit alle zur Einheit werden“ – betete Dein geliebter Sohn und Nachahmer Johann Paul der II. Darum beten die Menschen, sowohl die geistlichen als auch die Leien, denen das Thema des Ökumenismus am Herzen liegt. Langsam sieht man schon die ersten Früchte dieses Bittgebets und erscheinen Verständnis und Freundlichkeit zwischen verschiedenen Konfessionen. Und Du unterstützt mit Deiner Fürsprache die, die Verkünder dieser Einheit sind, gibst ihnen Kraft für weitere Anstrengungen, weil das der Willen Deines Sohnes ist, den Er während des Letzten Abendmahls ausgedrückt hat.

Du hast dich geistig am letzten Abendmahl beteiligt und hast mit dem Herzen gehört, wie Er gesagt hat:“ Ein neues Gebot gebe ich euch, lebt einander“ (J 13,34). Wie stark muss Dir, unsere geliebte Mutter, Unstimmigkeit in den Familien, Streite, Zwietracht, manchmal unnachgiebiger Hass wehtun. Und eben in den Familien sollte Liebe und gegenseitiger Dienst blühen. Mit der fehlenden Liebe und Frieden in den Familiengemeinschaften geht der fehlenden Frieden in den Betrieben, in den Völkern. Das tut Dir weh, Maria, dass unser polnisches Volk, das Volk, das Dir so stark ergeben ist, wegen des Egoismus, Eigennutzes zerrissen ist, wo so viel Lüge und Gottlosigkeit ist, wo man Rechte beschließt, die Verbrechen und Sittenlosigkeit fördern. Schütze uns Maria, vor den Folgen dieser Verbrechen, die zum Zusammenbruch führen können. Du weißt davon Maria, dass wir, alle Polen, für die in unserem Land geltenden Rechte verantwortlich sind, verbrecherische Rechte, weil wir in der Vergangenheit in den freien Wahlen die Gesetzgeber gewählt haben, die sie beschlossen haben, und wir alle in der Zukunft ihre Folgen erfahren. Gib uns Mutter ehrliche Vertreter des Volkes, gib uns gerechte Gesetzgeber.

Du warst anwesend im Abendmahlsaal als die Worte Jesu über dem Brot und Wein gesagt wurden:“ Das ist mein Leib, das ist mein Blut. Tut das zu meinem Gedächtnis“ (Lucas, 22, 19-20). Das war der Moment der Begründung des Sakraments der Eucharistie, die Leib und Blut Deines Sohnes ist und doch Du, Mutter des Leibes des Menschlichen Sohnes bist. Seit dieser Zeit, wenn Heiliges Messeopfer irgendwo in der Welt gehalten wird, bist Du dort auch anwesend, und ermunterst uns, damit wir mit Ehre und Liebe das Sakrament annehmen, das die Quelle des ewigen Lebens ist, weil es uns in wahre Kommunion mit Gott Dreifaltigkeit einführt.

Mit der so unsagbaren Liebe hast Du, Maria am Sakrament der Eucharistie teilgenommen, als Du die Kommunion von den Johannes, Peter und Händen der anderen, von Jesu gewollten Priestern, angenommen hast. Du nahmst den Leib Deines Sohnes, den Er von deinem Leib genommen hat. Deine Dankbarkeit für diese Gabe Seiner Liebe und auch die Gabe des Priestertums, mit dem Er Seine Kirche beschenkt hat, musste groß sein.

Wir nennen Dich, Maria die Mutter der Priester. Wie sehr brauchen sie Deinen Schutz! Sie, die von dem Volk gekommen sind und wie alle anderen Menschen denselben Schwächen unterliegen. Sie fallen und sündigen auch, obwohl sie heilige Tätigkeiten ausüben. Sie brauchen Deinen besonderen Schutz und Deine Hilfe. Gib ihnen den Willen im Glauben heranzuwachsen; gib ihnen Kraft sich aufzurichten, wenn sie fallen; schütze sie vor dem Hochmut, der die Barriere zwischen Gott und dem anderen Menschen ist; entzünde in ihnen vor allem die Liebe zu Gott und den Menschen, weil nur die Liebe ihren Dienst wirksam tut und zur Erlösung führt: zur eigener und der anderen Erlösung. Maria, lehre die Priester Liebe zu Jesu und Er wird sie Liebe zu Dir lehren. Dich zum Vorbild nehmend, sollen sie treu das ausfüllen, was Du uns in Kana gelehrt hast: „ Was Er euch sagt, das tut“ (J 2,5) und damit sie mit Glauben das ausfüllen, worum Du uns in Deinen Offenbarungen bittest, auch in diesen aus Fatima: tut Busse, betet Rosenkranz und bemüht euch Dir gezeigte Schmähungen und Gleichgültigkeit, die so stark Dein Jungfräuliches Herz verletzen, wiedergutzumachen.

 

 

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